Der wichtigste Bestandteil eines Dampferzeugers ist der Dampfkessel, eine Vorrichtung zur Erzeugung von verdichtetem Dampf zur Heizung und Energieumwandlung in Dampfturbinen industrieller Anlagen oder anderen Dampfverbrauchern, wie Heizkraftwerken und Kraftwerken zur Energieerzeugung. Somit dient ein Dampferzeuger hauptsächlich der Erzeugung von Wasserdampf aus zu erhitzendem Wasser.

Es gibt jedoch auch Quecksilberdampfkessel mit Quecksilber als Wärmeträger sowie Kessel für andere verdampfungsfähige Chemikalien. Der Dampferzeuger, wie er beispielsweise bei der aqvapos GmbH angeboten wird, besteht aus Einzelkomponenten von denen der Verdampfer zur Erzeugung des Dampfes, der Überhitzer, in dem Dampf mit einer für den Verbrauch abnehmbaren Temperatur erhitzt wird sowie das Speisewasser und eine Wärmequelle zur Feuerung, die wichtigsten Bauteile sind.

Um die volle Wirkungsweise eines Dampferzeugers zu entfalten, wird zunächst das Speisewasser chemisch aufbereitet und über Pumpanlagen in den Kesselkörper, den Verdampfer geleitet. Die Wasseraufbereitung des Speisewassers ist notwendig, da sich ansonsten mineralische Ablagerungen, der sogenannte Kesselstein in den Rohranlagen bildet. Im Verdampfer wird das Speisewasser mittels der Feuerung auf die Verdampfungstemperatur erhitzt und im Kessel verdampft.

Die notwendige Verbrennungsluft dafür wird durch die Feuerung bereitgestellt. Der so gewonnene Sattdampf wird vor der Abnahme in einem Überhitzer auf die notwendige Temperatur erhitzt. Dieser Überhitzer besteht aus einem System von gebogenen Rohren beziehungsweise Rohrschlangen und dient der Nachtrocknung des Wasserdampfes durch Rauchgase.

Wirtschaftlich sehr ergiebig arbeiten Wärmeerzeuger, wenn das Speisewasser vorher durch einen Ekonomiser vorerwärmt wurde und die Verbrennungsluft in einem Luftvorwärmer durch Rauchgase. Die Feuerung ist je nach Beschickung entweder eine Rostfeuerung, eine Gasfeuerung oder Kohlenstaubfeuerung. Handelsüblich werden aber auch Ölfeuerungen und Kessel zur Beschickung mit Biomasse verwendet.

Eine Rostfeuerung arbeitet mit Kohle in Form von Braunkohle und Steinkohlebriketts. Dazu wird eine Großanlage zur Dampferzeugung aus Eisenbahnwaggons, Lastkähnen oder Becherwerken über Transportbänder mit dem Stückgut gefüttert. Die Befeuerung wird dann auf einem Rost, Planrost, Treppenroste, Muldenroste um nur einige zu nennen, vollzogen. Für eine Ölfeuerung benötigt man hingegen einen Brenner mit entsprechender Brennkammer und eine Düse, die zur Zerstäubung des Öles unter Druck dient.

Die Gasfeuerung wird mit Erdgas betrieben und ist oft nur dort rentabel, wo große Gasmengen in Lagerstätten zur Verfügung stehen. Die Kohlenstaubverbrennung ist die effektivste und leistungsstärkste Verbrennung. Dabei werden rückgesaugte Rauchgase nochmals getrocknet und der darin enthaltene Staub in Ventilatormühlen gemahlen, um dann mit der Verbrennungsluft wieder fein verteilt in den Feuerraum geblasen zu werden. Verdampfer werden in zwei Bautypen, den Großwasserraumkessel und den Wasserrohrkessel, eingeteilt. Der Großwasserraumkessel besteht aus Trommeln, in denen das Wasser eingelagert ist.

Die älteste Form ist der Walzenkessel, indem das Wasser in der halb gefüllten Trommel durch äußere Verbrennungsgase bis zum Sieden erhitzt wird. In Wasserrohrkesseln wie dem Schrägrohrkessel und dem Steilrohrkessel werden sogenannte Ober- oder Untertrommeln durch Bündel von Wasserrohren miteinander verbunden, die von den Verbrennungsgasen erhitzt werden. Sonderbauarten von Dampfkesseln sind zum Beispiel der Veloxkessel und der Bensonkessel, die vor allem in der Schiffsindustrie eingesetzt werden.

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